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"1000" (NL/USA/D/B) am 22.01.2011 @ Bunker Ulmenwall, Bielefeld

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Diese Band heisst "1000" (sprich: tausend) weil sie 2004 aus einer Konzertreihe mit dem Titel "1000 Jahre Jazz" geboren wurde, weil "1000" eine starke Zahl ist – und weil es digitaler nicht geht.
Das international besetzte Quartett "1000" hat diverseste Wurzeln. Wilbert de Joode und Jan Klare arbeiten seit den frühen 90er Jahren in unterschiedlichsten Grupen zusammen, vornehmlich in dem von 1994 -98 bestehenden niederländisch/ amerikanisch/ deutschen Quartett EUREKA, in dem auch Michael Vatcher ein paar Mal gastierte. Nach einer an Klare vergebenen Auftragskomposition für das Internationale Jazzfestival Münster 1997 entwickelte sich das Trio Klare, de Joode, Vatcher, das zuerst in unregelmässigen Abständen arbeitete. Bart Maris hatte bereits oft mit de Joode und Vatcher gearbeitet und begegnete Klare 2001. Sie stellten schnell fest, dass es eine starke gegenseitige Sympathie für das Spielen und Denken des anderen gab – so dass die Gründung einer gemeinsamen Band ein logischer Schritt war.
Den Grundstock des Repertoires von "1000" bildeten zuerst sehr speziell interpretierte Kompositionen aus der klassischen Musik, z.B. aus der Gregorianik, von Bach, Wagner, Monteverdi und anderen. Nach und nach kamen andere Stücke von Jan Klare dazu, die sich mit der Besonderheit dieser Besetzung auseinandersetzen. Das line up von "1000" mag vielleicht an das Quartett von Ornette Coleman erinnern – ganz falsch ist das nicht, aber "1000" klingt deutlich anders. Auf markante Weise gehen hier Komposition und ihre improvistorische Weiterentwicklung Hand in Hand. Die Stücke sind deutlich, doch niemals gleich. Die Instrumente wechseln ständig ihre Rollen, die Musik bleibt immer handfest.
Saxofonist Jan Klare lebt nach langen Aufenthalten in England und den Niederlanden seit Anfang der 90er Jahre in Münster. Die Palette seiner musikalischen Aktivitäten ist extrem breit und hat ihn in Kontakt mit verschiedensten Medien und Musikstilen gebracht. Er hat diverse literatische Vorlagen vertont und sich darüberhinaus mit der Gruppe "Das Böse Ding" einen Namen gemacht.
Bart Maris spielt Trompete. Es wäre sehr aufwändig, alle Bands aufzulisten, mit denen er über die Jahre gespielt hat: es scheint als sei er auf jeder belgischen CD vertreten, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurde. Er war Gründungsmitglied von "X-Legged Sally" sowie von "Think Of One" bevor er diese Band 2003 verliess, um seine Energie in "Flat Earth Society" zu stecken. Er spielt ausserdem bei "Jaune Toujours", einer Brüsseler Folk-Band (mit seinem Bruder Piet Maris an Gesang unnd Akkordeon!). Darüber hinaus hat er mit Kollegen wie Fred Frith gespielt.
Wilbert de Joode ist einer der eigenständigsten Bassisten der europäischen Szene. Der Amsterdamer hat mit einer Vielzahl von Berühmtheiten wie Fred Frith, Han Bennink, John Zorn, George Lewis, Mats Gustafson etc gearbeite und ist regelmäßig auf den einschlägigen Festivals sowohl in Europa als auch den USA und Kanada zu sehen.
Percussionist Michael Vatcher ist seit 1977 in Amsterdam und arbeitet in Europa mit Musikern und Ensembles wie Available Jelly, der Band The Ex, Frankie Douglas Sunchild, Roof, und Michael Moore s Band. Andere Musiker, mit denen er gearbeitet hat, sind John Zorn, Simon Nabatov, Ernst Rijseger. Michael ist künstlerischer Leiter für den musikalischen Part beim Improvisations Festival Frascati in Amsterdam.

———————————————————————————————– Quelle: Bunker Ulmenwall –

Michael Vatcher # Schlagzeug
Wilbert de Joode # Kontrabass
Bart Maris # Trompete
Jan Klare # Saxophon, Klarinette

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