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Barbara Buchholz, Michael Wollny, Guy Sternberg (D/US) am 19.05.2011 @ Bunker Ulmenwall, Bielefeld

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Der Westfalenjazzpreis 2011 wurde im Januar auf dem Münsteraner Jazzfestival an Barbara Buchholz verliehen. Die gebürtige Bielefelderin kommt heute zum Heimspiel nach Bielefeld zurück und präsentiert ihr preisgekröntes Projekt "Electronic Moods" zusammen mit Guy Sternberg und Michael Wollny.

Barbara Buchholz knüpft an die Tradition des Theremins als erstem elektronischen Instrument an und entwirft darüber hinaus ein musikalisches Konzept, in dem die Klangqualitäten des berührungslos gespielten Instruments auf neue Weise zum Tragen kommen.

Barbara Buchholz studierte Querflöte, Gitarre, Bass und Gesang. Die in Berlin lebende Musikerin machte sich zuerst als Bassistin einen Namen. Seit Beginn der 80er Jahre arbeitet sie als Performerin und Komponistin in zahlreichen interdisziplinären Projekten und im Bereich der Theatermusik. Mit diversen Preisen ausgezeichnet wurden ihre Produktionen "Tap It Deep" (midifizierter Stepptanz und Musik", sowie "Human Interactivity" und "Theremin: Berlin-Moskau".

Barbara Buchholz hat musikalisch das Theremin völlig neu positioniert, indem sie es als vollwertiges Instrument innerhalb von Jazz, Improvisierter Musik und Neuer Musik stilübergreifend einsetzt. Als Meisterschülerin von Lydia Kavina, der Grossnichte des Theremin-Erfinders Lev Theremin, beschreitet sie neue Wege im Experimentierfeld der zeitgenössischen Musik. Zusammen mit Lydia Kavina gründete sie 2005 die Plattform "Touch! Don t Touch!" als Produktionsstätte für das Theremin in der Neuen Musik.  

Im Bereich des Jazz und der Improvisierten Musik tritt sie mit diversen Ensembles auf, u. a. im Trio mit dem norwegischen Trompeter Arve Henriksen und dem Live-Elektroniker Jan Bang.

Ihre Solo-Performance präsentiert Barbara Buchholz gemeinsam mit dem Projektionskünstler pedda Borowski. Interaktiv gehen die berührungslose Spielweise des Theremins und die in Echtzeit ent-stehende Malerei eine einzigartige Verbindung ein.

Das Pianospiel wäre für Michael Wollny risikoarm ohne das Planen und Erfinden. Der Erfahrungshorizont wäre eng, ohne die Chance ihn zu erweitern. Wollnys Musik ist ein Abenteuer, zu dem er seine Hörer einlädt. Und dabei vermag er derart viele Facetten zu offenbaren, dass sie die Möglichkeiten eines einzelnen Abends sprengen würden. So hat sich JazzBaltica entschlossen, ihm über den Konzertblock »Wollnys Wunderkammer« hinaus Raum zu schaffen, ja ihn auch anzuregen, neue Blickwinkel zu erschließen. Als Festivalleiter Rainer Haarmann ihm von einer Projektidee erzählte, in der die Natur des Pianos auf die Welt der Avantgarde und Elektronik treffen könnte, war der Gedanke zu "Electronic Moods" geboren. Die Besucher sind eingeladen in das Labor eines Jazztalents, um bisher nicht Gekanntes zu hören, jenseits vom Session-Charakter und jenseits konventioneller Jazzriten.

Weiterer Partner bei dieser musikalischen Abenteuerreise ist der Toningenieur und Produzent Guy Sternberg.

Der Westfalen.Jazz-Preis wird in diesem Jahr erneut von der Imorde Projekt- und Kulturberatung GmbH (Münster) gestiftet.

———————————————————————————————– Quelle: Bunker Ulmenwall –

Barbara Buchholz # Theremin
Michael Wollny # Piano
Guy Sternberg # Elektronik

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